Trendsport Golf – längst nicht mehr nur für Snobs

Einst Refugium für Reiche und Rentner, hat sich der Golfsport in den letzten Jahren zum Volkssport entwickelt. Natürlich gibt es sie noch immer, die Edelclubs mit ihren horrenden Gebühren, in die nur Menschen aufgenommen werden, die von Mitgliedern empfohlen werden und in denen die High Society unter sich bleibt. Doch daneben entstehen immer mehr Golfplätze, auf denen auch Normalsterbliche ihre Runden drehen können. Die Vorteile des Golfsportes liegen auf der Art: Bewegung an der frischen Luft in netter Gesellschaft und ein unterhaltsames Spiel.

So wird Golf gespielt

Viele Menschen fühlen sich von der teuren Ausrüstung und dem manchmal mysteriösen Fachjargon abgeschreckt. Doch auch wer zu Beginn nichts mit Birdies und Putts anfangen kann, wird schnell auf den Geschmack des Spieles kommen, das in anderen Ländern längst Volkssport ist. Die Grundidee ist schließlich ausgesprochen simpel: Mit dem Schläger muss ein kleiner Gummiball über eine größere Distanz in ein Loch im Boden befördert werden. Damit es nicht langweilig wird, sind die 9 oder 18 Löcher mit verschiedenen Hindernissen ausgestattet, die es zu bewältigen gilt. Bekannt sind zum Beispiel die gefürchteten Sandbunker, aus denen sich ein Ball nur mühsam herausschlagen lässt.

Die meisten mysteriösen Fachbegriffe des Golfsportes beziehen sich auf die benötigte Anzahl der Schläge um den Ball in das Loch zu befördern. Die durchschnittliche Anzahl an Schlägen, die ein halbwegs guter Spieler benötigt, wird als “Par” bezeichnet. Wer einen Schlag mehr braucht, hat einen “Bogey” erzielt, wer einen Schlag weniger braucht, einen “Birdie”. Das höchste Glück des Golfers ist das “Hole in One” bei dem der Ball direkt beim ersten Schlag in das Loch befördert wird.

Verwirrung stiftet bei Nichtgolfern auch häufig der Begriff des sogenannten Handicaps. Das Handicap wurde eingeführt um Spielern, die unterschiedlich gut ist, das gemeinsame Spielen zu ermöglichen, denn für schlechtere Spieler wäre es ansonsten furchtbar langweilig, ständig 20 Schläge hinter dem guten Golfpartner her zu hinken. Ein Spieler der überdurchschnittlich gut ist und weniger Schläge für die Golfrunde braucht als der “Par” angibt, hat daher ein höheres Handicap. Braucht er beispielsweise durchschnittlich 90 Schläge für einen Par 72-Kurs, beträgt sein Handicap -18. Ein guter Spieler, der für den Kurs nur 70 Schläge benötigt, hat ein Handicap von +2. Fließen die Handicaps in die Ermittlung des Gewinners ein, würde dem guten Spieler zu seinem Ergebnis zwei Punkte aufgeschlagen, dem schlechten Spieler 18 Punkte abgezogen. Dadurch kann der schlechtere Spieler das Spiel auch gewonnen, obwohl er mehr Schläge benötigte.

Die Golfausrüstung

Imposant wirkt vor allem die Ansammlung von Schlägern, die viele Golfspieler mit sich herumschleppen – bis zu 14 unterschiedliche Schläger sind erlaubt. Theoretisch kann eine ganze Runde auch mit einem einzigen Schläger gespielt werden, doch je nach benötigter Fluglänge, Genauigkeit und Untergrund sollte zwischen Eisen, Holz und Wedges unterschieden werden. Um beispielsweise einen Ball aus dem Sandbunker herauszubefördern, wird ein spezielles Sand Wedge verwendet. Zum Einlochen wird der sogenannte Putter verwendet.

Zur Ausrüstung gehören natürlich auch Golfbälle und sogenannte Tees, kleine Stäbchen aus Holz oder Plastik, die an Nägel erinnern. Sie werden in den Boden gerammt um den Ball daraufzulegen. So lässt er sich weiter schlagen als direkt vom Boden aus. Da kleine Golfbälle und Tees auf Golfplätzen ständig verloren gehen, kann man seine Bälle und seine Golf Tees bedrucken lassen, um sie stets wiederzufinden. Auch als kleine Werbegeschenke eignen sie sich hervorragend.

Zum Schluss noch ein Wort zur Golfkleidung: Natürlich gibt es unglaublich teure spezielle Golfkleidung mit Kniebundhosen, Golfschuhen und Mützen, doch für Anfänger ist dies nicht nötig. Spielen Sie einfach in bequemer Kleidung, die Sie auf dem Golfplatz warm hält.

©Foto: Wikimedia Commons/David Wise

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