Der Sommertrend 2013: Blobbing begeistert alle Wasserratten

Hand aufs Herz: Wer hat in seiner Jugend nicht gerne “Splashdiving” betrieben? Gut, dieser vornehme Begriff ist wohl weitaus weniger bekannt als die gute alte “Arschbombe”. Dabei ging es immer darum, mit viel Anlauf und mit angezogenen Beinen in den Baggersee oder ins Freibad zu springen und möglichst Wasser zu verspritzen. Auch wenn es durchaus schmerzhaft sein konnte, überwog doch der riesige Spaß an den Arschbomben.

Für den Sommer 2013 hat sich nun ein neuer Trend angekündigt: Blobbing – Arschbomben für Fortgeschrittene sozusagen. Die ersten Blobbing-Schläuche wurden bereits in der letzten Saison gesichtet, doch in diesem Sommer wird es wohl erst so richtig losgehen. Blobbing ist DIE Trendsportart für 2013!

Was ist Blobbing?

Zum Blobbing wird ein riesiger aufblasbarer Schlauch benötigt und ein sehr tiefes Becken oder am besten ein tiefer Badesee. Der “Blobber” nimmt – geschützt mit einem Neoprenanzug und Schutzhelm – an einem Ende des Schlauchs Platz. Am anderen Ende springen zwei weitere Blobber aus der Höhe (zum Beispiel von einem Sprungturm) auf den Schlauch, so dass der wartende Blobber in die Luft katapultiert wird. Dies ermöglicht nicht nur Arschbomben aus wesentlich größerer Höhe (und entsprechend mehr Wirkung), sondern auch Kunstsprünge und Salti. Der Weltrekord liegt bei sagenhaften 22 Metern.

Wie das Ganze funktioniert, kann ein Video am besten demonstrieren:

Woher kommt das Blobbing?

Wie könnte es anderes sein: Das Blobbing wurde in amerikanischen Summercamps erfunden, wo die großen Gummischläuche vom Militär für den Treibstofftransport verwendet werden. Nachdem zunächst diese zweckentfremdet wurden, kamen schon bald die ersten echten Blobbing-Schläuche auf den Markt und 2009 wurde die neue Trendsportart auf MTV in der Sendung “Rob Dyrdek’s Fantasy Factory” vorgestellt. Kurz darauf schwappte das Blobbing auch nach Europa.

Schon längst ist “Blobbing” nicht mehr nur ein harmloser Freizeitspaß für den Sommerurlaub. Auf großen Seen, zum Beispiel am italienischen Gardasee oder am Bodensee, werden große Wettkämpfe veranstaltet, bis hin zur Weltmeisterschaft. Dabei wird nicht nur die erreichte Höhe des Blobbers gewertet, sondern vor allem auch akrobatische Flugfiguren und die Körperhaltung.

Blobbing nur unter Aufsicht!

Durch die enorme Flughöhe von mehreren Metern, die auch ungeübte Blobber problemlos erreichen, ist das Blobbing nicht unbedingt ungefährlich. Es darf daher nur mit Schwimmwesten und Schutzhelmen ausgeübt werden. Allerdings sind die Kosten ohnehin viel zu hoch, als dass eine einzelne Clique mal eben das Geld für einen Blobbing-Schlauch zusammenlegen könnte: Einen hochwertigen Schlauch gibt es ab etwa 500 Euro aufwärts, dazu kommt die Sicherheitsausrüstung. Daher ist es für Anfänger ganz sicher besser, zunächst einmal im Sommerurlaub in den Alpen oder möglicherweise auch am Badesee vor Ort das Blobbing auszuprobieren. Eines ist sicher: Das Blobbing macht riesigen Spass und wird auch in Europa in diesem Sommer zahllose begeisterte Anhänger finden.

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